Das Album des Jahres
weitere Highlights ...
| Mallard: "In A Different Climate" (Virgin, Jan. 1976) |
Die
erste Platte von Mark Boston, Bill Harkleroad und Art
Tripp III, besser bekannt als "Rockette Morton", "Zoot
Horn Rollo" und "Ed Marimba" aus Captain Beafheart's
Magic Band von "Trout Mask Replica"
(1969) bis "Unconditionally Guaranteed" (1974). Es gibt sogar
eine Coverversion vom texanischen Songschreiber Guy
Clark: "Desperados Waiting For The Train". Bezahlt hatte
diese Plattenaufnahme übrigens Ian Anderson von Jethro
Tull, ein großer Beefheart-Fan. |
| Ougenweide: "Ohrenschmaus" (Polydor, Jan. 1976) |
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| Jess Roden Band: "Keep Your Hat On" (Island, Jan. 1976) |
Ein
gutes Beispiel dafür, dass Talent und Erfolg nicht unbedingt zusammenfinden
müssen: Jess Roden ist einer der besten englischen Rock/Soul-Sänger
und gehört in eine Reihe mit Rod Stewart, Steve Winwood, Paul Carrack
und Robert Palmer, ohne allerdings jemals deren Bekanntheitsgrad erreicht
zu haben. Nach zwei Alben mit der Countryrockband Bronco,
einem kurzen Abstecher bei der Butts Band
mit Robbie Krieger und John Densmore als Jim Morrison-Ersatz
und einer zwar sehr schönen, aber erfolglosen Soloplatte, in New
Orleans mit dem Produzenten Allan Toussaint und den Meters
als Begleitband aufgenommen, gründete er seine eigene Band, mit der
er es innerhalb kürzester Zeit immerhin auf 2 Studio- und ein Livealbum
brachte. Alle drei Platten präsentieren wunderbaren Soulrock. Ausgewählt
habe ich das Debütalbum der Band, dass ich irgendwann mal für
ein paar Mark aus der Grabbelkiste gezogen habe: der Platz, an dem (leider)
viele gute Platten landen (und eines meiner Hauptjagdreviere!). Die Band
ohne bekannte Gesichter spielt ausgezeichnet: Steve Webb und Bruce
Roberts an den Gitarren, Pete Hunt (dr) und John Cartwright
(bg) in der Rhythmusgruppe und Chris Gower (Posaune) und Ronnie
Taylor (Sax) als fester Bläsersatz. Die Songs stammen zur einen
Hälfte von Bandmitgliedern (Roden, Webb und Cartwright), es gibt
aber auch tolle Coverversionen aus den Bereichen Rock, Soul & Country:
das Titelstück "You Can Leave Your Hat On" von Randy
Newman (hier viel besser als bei Josef Cocker aufgehoben!), "Mama
Roux" (Dr. John), "Desperado" von den Eagles
(besser als das Original!) und die Nashvilleballade "Too Far Gone"
(Billy Sherrill). |
| Bob Dylan: "Desire" (Columbia, Jan. 1976) |
"Desire"
ist das Album nach dem Meisterwerk "Blood
On The Tracks", die meisten Songs hat Dylan (sehr ungewöhnlich
für ihn) zusammen mit dem Texter Jacques Levy geschrieben,
herausragend sind dabei "Hurricane", "Joey", "Oh
Sister", "One More Cup Of Coffee" und "Sara".
Außerdem ist eine komplett neue Begleitband zu hören, in der diesesmal
sogar zwei Frauen auffallen: Emmylou Harris
singt wie zuvor bei Gram Parsons fast durchgängig zweite Stimme,
Scarlet Riveras Geige dominiert die meisten Songs. |
| Guy Clark: "Texas Cooking" (RCA, Jan. 1976) |
Das
zweite Album des texanischen Geschichtenerzähler, wie schon beim
ersten Mal mit ausgezeichneten Begleitern (Rodney
Crowell, Emmylou Harris, Jerry
Jeff Walker, Nicolette Larson,
Tracy Nelson, Waylon Jennings, Hoyt Axton,
u. a.) und exquisitem Songmaterial (z.B. der Titelsong, "Broken Hearted
People" und "Last Gunfighter Ballad") |
| Lou Reed: "Coney Island Baby" (RCA, Jan. 1976) |
Der Mann hat es seinem Publikum nicht leicht gemacht: ein halbes Jahr
zuvor erschien mit "Metal Machine Music" eine unhörbare
"Krachplatte" im wahrsten Sinne des Wortes, die auch für
meine Ohren zu anstrengend ist. Danach dann mit "Coney Island Baby"
plötzlich wieder eine Platte mit wunderschönen Liedern!
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| Jerry Garcia: "Reflections" (Round, Feb. 1976) |
Jerrys drittes Soloalbum, zur Hälfte mit Grateful
Dead, zur Hälfte mit seiner eigenen Band (John Kahn, Nicky
Hopkins und Ron Tutt) eingespielt. Ein paar schöne eigene Songs
(ich mag besonders "Comes A Time"), aber auch ein paar sehr
schöne Coversongs (z.B. das entschleunigte und zum Reggae umgebaute Bluegrassstück
"Catfish John" und das wunderbare "On Your Way Down"
von Allen Toussaint). Das Album ist um Klassen besser als sein
Ruf in der Deadhead-Gemeinde.
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| Guru Guru: "Tango Fango" (Brain, Feb. 1976) |
Dieser Platte hat mich immer zum Lachen gebracht. Guru Guru '76 haben nicht
mehr viel mit dem "Spacerock" vom Anfang der 70er zu tun.
Stattdessen hören wir relativ "normalen" Rock mit Jazz-,
Latin- und Alpenfolklore(!)-Einflüssen. Dazu kommen Nonsens-Texte
und kleine Hörspiele. Neben dem Bandgründer und Trommler Mani
Neumeier gehören Ex-Brainstorm-Musiker
Roland Schaeffer (Gitarre, Sax, Gesang), der Krefelder Jogi
Karpenkiel (Bass) und der österreicher Sepp Jandrisits
(Gitarre, Akkordeon) zur aktuellen Besetzung.
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| Kursaal Flyers: "The Great Artiste" (Polydor/UK, Feb. 1976) |
Mitten in den 70ern in England so was wie Country-Pubrock spielen? Mit
Reggae-Elementen? Mit Banjo, Pedal-Steel und Moog-Synthesizer? Und der
Trommler schreibt die Songs? Bescheuert? Vielleicht. Aber eben auch was
für Leute mit schrägem Geschmack wie mich. Und mit einer der
besten Coverversionen von einem Nick-Lowe-Song:
"Television".
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| Pat Metheny: "Bright Size Life" (ECM, Feb. 1976) |
Das Solodebüt des damals noch sehr jungen Gitarristen, im Trio mit Bob Moses am Schlagzeug und Jaco Pastorius am Bass eingespielt.
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| Hoelderlin: "Clowns & Clouds" (Intercord/Spiegelei, März 1976) |
Lost And Found!(Februar 2007)
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| "Kingfish" (Round, März 1976) |
1976 legten die Grateful Dead eine Pause ein und der rastlose Bob
Weir machte Kingfish zu seiner neuen Truppe, ohne dort allerdings
im Mittelpunkt zu stehen. Zwei seiner Freunde, der Harpspieler und Slidegitarrist
Matt Kelly, sowie der Sänger und Bassist Dave Torbert
(Ex-New Riders Of The Purple Sage) spielten
schon seit 1973 unter dem Name "Kingfish" zusammen, bekamen
aber durch den prominenten Neuzugang einen Schub nach vorne, sodass es
zu dieser Studioplatte und einem Livealbum auf dem Grateful-Dead-Label
Round kam. 1977 erschien noch eine weitere Studioplatte ohne Weir
(der wieder voll mit den Dead beschäftigt war) und es gab sogar einen
Rockpalast-Auftritt. Danach verschwand diese tolle Band aber wieder
in der Obskurität.
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| Man: "The Welsh Connection" (MCA, März 1976) |
Man letztes Studioalbum vor dem Ende der Band sollte eigentlich ein Neuanfang
werden: ein neues Plattenlabel, nachdem die "waliser Grateful Dead"
(oder "britischen Allman Brothers") jahrelang bei United Artists
zuhause waren, ein neuer Bassist (John McKenzie, Ex-Global Village
Trucking Company) und an den Keyboards Heimkehrer Phil Ryan.
Beide beflügeln die Altgedienten (Deke Leonard, Micky Jones
und Trommler Terry Williams) zu Höchstleistungen. Vielleicht
ist das nicht das beliebteste Album der Band und auch nicht die populärste
Besetzung - aber sicher die musikalisch beste. Davon kann man sich dann
auch noch auf dem Livealbum "All's Well
That Ends Well" von den Abschiedskonzerten im Dezember 1976 aus
dem Londoner Roundhouse überzeugen, das im Jahr 1977 herauskam und
wohl nur zur Vertragserfüllung diente.
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| Joe Cocker: "Stingray" (A&M, April 1976) |
Ich bin eigentlich überhaupt kein Cocker-Fan. Und dies ist sicherlich
weder sein bekanntestes noch sein bestes Album - aber ich mag es sehr:
schöne Songs (meist von Bobby Charles und Matthew Moore),
aber vor allem eingespielt in Jamaika (!) mit einer tollen Band: The
Stuff. Dahinter verbergen sich New-Yorker Studiocracks der ersten
Liga: Gordon Edwards (Bass), Richard Tee (keyboards), Cornell
Dupree und Eric Gale an den Gitarren, sowie Steve Gadd
am Schlagzeug.(03.10.2007)
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| Graham Parker & The Rumour: "Howlin' Wind" (Vertigo, April 1976) |
Was
für ein grandioses Debüt: Graham Parker mit seiner Band, in
der sich Musiker von zwei frisch aufgelösten Pubrockbands trafen:
Brinsley Schwarz (g) und Bob Andrews (keyb) kamen von Brinsley
Schwarz, Martin Belmont (g) kam von Ducks
Deluxe, Andy Bodnar (bg) und Steve Goulding (dr) spielten
vorher auch bei einer Pubrockband, deren Name mir aber im Moment leider
nicht einfällt. Produziert hatte Nick Lowe (ebenfalls von
Brinsley Schwarz). Das alles
wäre aber nichts ohne die Songs von Graham Parker: "Between
You And Me", "Don't Ask Me Questions", "Soul Shoes",
"White Honey", etc. |
| Pavlov's Dog: "At The Sound Of The Bell" (Columbia, April 1976) |
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Im Frühjahr 2007 habe ich die reformiere Band (natürlich
mit David Surkamp und Mike Safron, dem Trommler vom ersten Album
"Pampered Menial") in
der Bochumer Zeche erstmals live gesehen - und war so begeistert wie
lange nicht mehr! Seit wenigen Tage habe ich auch eine CDR-Kopie vom
Album als Ersatz für meine alte LP und muss beim Hören mein
obiges Urteil ein wenig korrigieren: die Sequenz der ersten drei Lieder
("She Came Shining" >> "Standing Here With You"
>>"Mersey") gehört für mich zu den besten
Einstiegssequenzen, die ich von Schallplatten kenne. Danach fällt
das Album zwar ein ganz klein wenig ab, aber bis dahin gilt: Absolut
großartig!
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| Missus Beastly: "Dr. Aftershave & The Mixed-Pickles" (April/Schneeball, April 1976) |
Eine meiner lange nicht gehörten Schallplatten aus vergangener Zeit mit
verwirrenden Namen! Zum einen hiess eines der ersten deutschen Independent-Labels
damals noch "April", bevor es sich unter juristischem
Druck einer großen Plattenfirma, die bereits eine Label mit diesem
Namen hatte, in "Schneeball" umtaufte. "For
Missus Beastly" war die erste Veröffentlichung des Labels
und stammte - nach meinem damaligen Kenntnisstand - von der Band
"Dr. Aftershave & The Mixed-Pickles". Aber
eigentlich handelt es sich um ein Album der ursprünglich aus
Ostwestfalen stammenden Band "Missus Beastly",
die entweder großem Humor hatte oder noch bei einer anderen Firma
unter Vertrag war, sodass sie ein Pseudonym brauchte. Oder beides.Die Musik? Krautiger Jazzrock bzw. jazziger Krautrock, wie ihn auch ähnlich Embryo spielen, mit denen Missus Beastly auch das Label aus der Taufe gehoben hatten und von denen gleich mehrere Musiker bei den Sessions dabei waren. (27.01.2010)
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| Michael Pinder: "The Promise" (Threshold, April 1976) |
Das einzige Soloalbum des Moody Blues-Keyborders habe ich mir damals
eigentlich nur gekauft, weil es eben etwas mit den Moody Blues
zu tun hatte. Richtig gut fand ich es nicht mit seinem für die Moodies
untypischen Sound weg vom Mellotron, hin zum laidback-Westcoastsound seiner
Wahlheimat Kalifornien. Nur die jazzige Nummer "Someone To Believe
In" mit dem wuchtigen Kontrabass von Joel Dibartello und der
Flöte von Tom Peterson mochte ich schon immer. Aus der Distanz heraus kann man aber feststellen, dass "The Promise" eine deutlich höhere Haltbarkeit hat als die Solo- und Duoversuche seiner Ex-Kollegen Justin Hayward, John Lodge und Ray Thomas. Wie man(n) sich so täuschen kann ... (28.02.2010)
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| Van Der Graaf Generator: "Still Life" (Charisma, April 1976) |
Mein Lieblingsalbum der Band um den Sänger und Songschreiber Peter
Hammill, vor allem wegen der Songs "Pilgrim" und "Still
Life".
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| "Cajun Moon" (Chrysalis, Mai 1976) |
Mal wieder einer der vielen künstlerisch überzeugenden, aber kommerziell
gescheiterten Bandversuche. Allan Taylor, englischer Singer/Songwriter,
versuchte mit seinen Partnern Brian Golbey (Geige) und Jon Gillaspie
(keyb) und einer von Fairport Convention
ausgeliehenen Rhythmusgruppe (Dave Pegg und Dave Mattacks)
und dem Slidegitarren Bryn Haworth
eine Fusion aus Folk und Cajun, England und New Orleans. Klasse zu hören
- kennt aber mal wieder kein Schwein! |
| Poco: "Rose Of Cimarron" (MCA, Mai 1976) |
Zu Unrecht haben Poco immer nur am Katzentisch auf dem Olymp des Country-Rocks
gesessen, vielleicht weil ihre Mitglieder entweder von berühmteren
Bands des Genres stammten (die bei "Rose Of Cimarron" nicht
mehr dazugehörigen Richie Furay und Jim Messina kamen
von Buffalo Springfield) oder zu solchen
Bands überliefen (Ur-Bassist Randy Meissner war später
Gründungsmitglied der Eagles,
zu denen auch der aktuelle Bassist Tim Schmitt bald abwandern wird).
Trotz aller Hindernisse wurden Poco als Band und Songschreiber immer besser,
nicht zuletzt deshalb, weil Rusty Young, zu Anfang "nur"
der Pedalsteel-Spieler in der Gruppe, weil man ja mit Furay und Messina
bereits zwei hochkarätige Mitarbeiter in den Arbeitsbereichen Gitarre,
Gesang und Komposition in den eigenen Reihen hatte, eine immer wichtigere
Rolle auch bei diesen Aufgaben erfüllte. So stammt von ihm auch der
von mir in's Herz geschlossene wunderschöne Titelsong, den später
auch Emmylou Harris aufnehmen wird und der auch heutzutage sogar
noch manchmal bei WDR4 zu hören ist!
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| "Ramones" (Sire, Mai 1976) |
Ein grandioses Debüt, das ich leider erst viel, viel später
zu schätzen gelernt habe!
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| Terry Reid: "Seed Of A Memory" (ABC, Mai 1976) |
Reids zweites amerikanisches Album habe ich, wie viele andere, damals
aus der Grabbelkiste gezogen. Produziert hatte Graham Nash, der
auch für den Chorgesang sorgt und eine leichte, aber nicht unangenehme
Countryfärbung in viele der Lieder bringt (es spielen u. a. David
Lindley, Ben Keith und Al Perkins). Dazu gibt es in
einigen Titeln klasse Bläsersätze. "Fooling You" ist
mein Lieblingslied von der Platte, eine wunderschöne Ballade mit
Wurlitzer-Piano. Da kein Pianist in den Credits aufgeführt wird,
wahrscheinlich sogar von Reid selbst gespielt. Insgesamt finde ich das
Album viel besser als es manche der damaligen Kritiken formulierten.
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| The Rolling Stones: "Black And Blue" (Rolling Stones Rec., Mai 1987) |
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Das mag ja sein. Immerhin war das Album #1 in den US-Charts und #2 in den britischen Charts! Bevor jetzt irgendein Schlaumeier fragt, seit wann Herrn Mann sowas interessiert, hier mein wahres Argument für die Platte: Für mich macht sich das Mögen von Alben oft an einzelnen Liedern fest, die mich begeistert haben. Hier sind es natürlich nicht dieses blöde "Hot Stuff", sondern "Memory Motel" mit Keith Richard am E-Piano, sowie "Melody" mit einem Gastauftritt von Billy Preston. Als ich mir vor langen Jahren mal selber ein altes Wurlitzer-Piano gekauft habe und nach schönen und für Nicht-Piano-Spieler bewältigbaren Stücken gesucht habe, kam ich dann schnell auf "Memory Motel", denn Keev gilt nicht an der Gitarre und erst recht nicht am Klavier als Mann der technischen Kabinettstückchen - und es klingt (trotzdem?) klasse. Witzigerweise war meine 2. Pianonummer dann "Fooling You" von Terry Reid, auch ein eher "untechnischer" Gitarrist mit gelegentlichen Ausflügen ans Piano, von dessen zeitgleich erschienenem Album "Seed Of Memory"! |
| "Warren Zevon" (Elektra/Asylum, Juni 1976) |
Sein ersten Album für Asylum, quasi sein Debüt (es gibt noch ein
älteres Album von 1970, das ich aber leider nicht kenne). Erste Aufmerksamkeit
bekam er damals, als Linda Ronstadt mehrere seiner
Lieder coverte. Produziert hatte sein Kumpel Jackson Browne, der
die gesamte L.A. Prominenz ins Studio holte (Glenn Frey und Don
Henley von den Eagles, Phil
Everly, Bonnie Raitt, David
Lindley, Stevie Nicks und Lindsey Buckingham von Fleetwood
Mac, etc.), aber die Qualität dieses Albums beruht in erster
Linie auf Mr. Zevon und seinen beeindruckenden Liedern, z.B. "Hasten
Down The Wind", "Carmelita", "Poor, Poor Pitiful Me"
und natürlich "Mohammed's Radio". |
| Crosby & Nash: "Whistling Down The Wire" (ABC, Juli 1976) |
1976 sah es zuerst aus, als würde es eine komplette CSNY Reunion geben.
Dann gab's aber doch "nur" zwei Duo-Platten. Während die
alten Streithähne Stephen und Neil sich zur Stills-Young-Band
zusammentaten, lieferten David und Graham eine schöne,
wenn auch etwas leichtgewichtige Westcoastplatte ab, bei der sie von David
Lindley, Danny Kortchmar (g), Craig Doerge (keyb), Tim
Drummond (bg) und Russ Kunkel (dr) begleitet wurden. Obwohl
die Platte teilweise von der Kritik zerrissen wurde, hat sie für
mich eine gewisse Bedeutung als schöne Hintergrundmusik, was durchaus
positiv gemeint ist. Außerdem trägt Mr. Lindley auf dem Rückseitenfoto
so ein schönes T-Shirt von Nasby & Crosh!
Nachtrag: Das mit dem Nasby & Crosh stimmt so leider nicht, wie ich gerade feststelle, als ich die Platte mal wieder heraushole. Ich muss das wohl woanders gelesen haben.(03.04.2021) |
| "Joan Armatrading" (A&M, Aug. 1976) |
Die aus der Karibik stammende und in England aufgewachsene Sängerin,
Songschreiberin und Gitarristin kam mit dieser dritten Platte (ihrer zweiten
für A&M) groß raus. Ungewöhnlich war für viele, dass
eine farbige Sängerin mit Akustikgitarre auftrat und eher nach Joni
Mitchell und Folk als nach Motown klang. Produziert hatte Glyn Johns,
in der Begleitband spielten u. a. Dave Mattacks (dr) und Jerry
Donahue (g) von meinen Folkrock-Helden Fairport
Convention. Letzterer spielt bei "Tall In The Saddle" eines
seiner besten Gitarrensoli - um Klassen interessanter und somit auch besser
als alles, was er mit den Hellcasters auf eigene Rechnung veröffentlicht
hat.
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| Hawkwind: "Astounding Sounds And Amazing Music" (Charisma, Aug. 1976) |
Das letzte Album aus der ersten Phase meiner (zu dem Zeitpunkt ehemaligen)
Lieblinxband, das ich mir damals direkt gekauft hatte. Und auch eigentlich
nur deshalb, weil ich die Band erstmalig live erlebt hatte (Doppelkonzert
mit Van Der Graaf in der Essener PH!). Was kann
man zur Musik sagen? Dave Brock hält wie immer alles zusammen.
Saxmann Nik Turner war (leider!) zum letzten mal dabei, Sänger/Poet
Bob Calvert war zurückgekehrt,
Ex-Pink Fairies-Gitarrist Paul
Rudolph hatte Lemmy am Bass abgelöst. Der Sound war inzwischen
etwas weniger schräg, einmal gibt es sogar einen leichten Latin-Einschlag.
Nicht lachen: bei "Steppenwolf" klingt die Perkussion (Timbales
und eine Gurke) tatsächlich nach Santana! Und es gibt sogar
eine deutsche Textzeile: "und isch weiß nischt was isch sagen
soll". Was auch immer uns das sagen soll. Beim Nachfolgealbum
"Quark, Strangeness And Charm"
hatte ich dann (vorerst) aufgegeben. Damals fand ich die "Astounding
Sounds" eigentlich ziemlich furchtbar - heute dagegen gefällt es
mit sogar richtig gut! |
| Linda Ronstadt: "Hasten Down The Wind" (Elektra/Asylum, Aug. 1976) |
Mitte der 70er war Linda Ronstadt eine der erfolgreichsten "Rock"-Sängerinnen
überhaupt. Ich habe von ihren Alben aus dieser Zeit "Hasten
Down The Wind" vor allem wegen der vorzüglich Songs (und natürlich
nicht wegen des Coverfotos!) ausgewählt. Zum ersten Mal stand die
Songschreiberin Karla Bonoff im Blickpunkt
(3 Songs auf dieser Platte!), weiterhin Lieder von Warren
Zevon (der Titelsong), "Crazy" von Willie Nelson
(Patsy Clines größter Hit) und sogar eine von Lindas
seltenen Eigenkompositionen ("Try Me Again"). Die Begleitung
wird zum größten Teil von Andrew Gold und Kenny Edwards
bestritten. |
| The Stills-Young Band: "Long May You Run" (Reprise, Aug. 1976) |
Hier prallten die beiden Streithähne Stephen Stills und Neil
Young nach Buffalo Springfield (1966-68)
und CSN&Y (1970/71) erstmalig
wieder aufeinander, machten eine schöne Platte und verkrachten sich
bei der anschließenden Tournee wieder, sodass Stills im Folgejahr
wieder bei Crosby & Nash landete (eine andere
Geschichte!). Wir hören sehr gute (das Titelstück und der Rocker
"Fountainebleau") und mittelgute Stücke von Neil, während
Stills nach meiner Meinung hier zu vorletzten mal ("CSN"
1977 wird dann noch ganz gut!) in seiner Karriere gute Songs ablieferte,
z.B. "Make Love To You" mit einer tollen Orgel). Die Begleitmusiker
stammen aus dem Stills-Umfeld: Joe Lala (perc), George Perry
(bg), Joe Vitale (Schlagzeug und Querflöte!) und Jerry
Aiello (Orgel). |
| Steve Young: "Renegade Picker" (RCA, Aug. 1976) |
Steve Young kann man mit seinem Debüt "Rock, Salt & Nails" von 1969 neben
Gram Parsons, Gene Clark
und wenigen anderen zurecht als einen der Pioniere des Countryrocks
bezeichnen. Wie bei so vielen Singer/Songwritern war er mit seinen eigenen
Versionen leider nie so erfolgreich wie andere Leute, die seine Lieder
aufnahmen, z.B. die Eagles mit
"Seven Bridges Road" oder Waylon Jennings mit "Lonesome,
On'ry & Mean", letzteres ist dann auch hier in einer eigenen
Neuaufnahme zu hören. Was kann man zu dieser sehr guten, aber (natürlich
relativ) erfolglosen Platte sagen? RCA gab ihm nach Waylons Erfolg mit
"Lonesome..." eine Chance zur Nashville-Produktion mit großem
Budget. Trotz der Edelbegleiter aus Nashville fällt vor allem seine
gute und kraftvolle Stimme und sein gutes eigenes Gitarrenspiel auf. Neben
eigenen guten Songs gibt es (wie so oft bei Steve Young) Coverversionen
von Liedern der Kollegen in Augenhöhe zu hören: Dieses mal sind
es Lieder von Merle Haggard, Willie Nelson, Guy Clark
und Rodney Crowell. Ein Konzertklassiker bei Young wurde dann aber
vor allem das eigentlich schon ziemlich oft gehörte "Tobacco
Road" von John D. Loudermilk.
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| Bob Dylan: "Hard Rain" (Columbia, Sept. 1976) |
Ein richtig gutes Livealbum des Meisters, sogar besser als "Before The
Flood" von 1974, das er immerhin mit "The Band" eingespielt
hatte. Aber auch hier ist um die drei Musiker der Alpha Band (T-Bone
Burnett, David Mansfield und Steven Soles) eine klasse
Truppe versammelt, erwähnenswert vor allem noch die Geigerin mit
dem tollen Namen: Scarlet Rivera. |
| Ry Cooder: "Chicken Skin Music" (Reprise, Okt. 1976) |
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| Joni Mitchell: "Hejira" (Elektra/Asylum, Okt. 1976) |
Meine Lieblingsplatte von Joni, vor allem wegen des Songs "Coyote".
Der Sound ist sehr jazzig, Begleiter: Larry Carlton (g), Jaco Pastorius (bg) u.a.
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| Graham Parker & The Rumour: "Heat Treatment" (Vertigo, Okt. 1976) |
6 Monate nach "Howlin' Wind" das nächste
Klassealbum des britischen Singer/Songwriters. The Rumour spielen auch
wieder in Höchstform. Eine der ersten Produktionen von Robert "Mutt"
Lange, der danach Dank Kunden wie AC/DC, Def Leppard und
Shania Twain in die erste Liga aufstieg. Anders als Mister Parker. |
| Bob Seger: "Night Moves" (Capitol, Okt. 1976) |
Damals ein gigantischer Platin-Erfolg für Seger und seine "Silver Bullit
Band". Selten sind Platten wie diese, bei denen sich Kritik und zahlendes
Publikum einmal einig sind! |
| Patti Smith Group: "Radio Ethiopia" (Arista, Okt. 1976) |
Patti ist ja leider, leider erst eine späte Entdeckung von mir. Eigentlich
habe ich mich erst seit Ende der 80er, also mit dem Comebackalbum "Dream
Of Life", wirklich für ihre Musik interessiert. Und für
"Radio Ethopia" habe ich besonders lange gebraucht. Warum? Vielleicht
weil weder etwas wie "Dancing Barefoot", noch etwas wie "Frederick"
darauf zu finden ist? Jetzt aus der Distanz betrachtet ist das rational
nicht nachzuvollziehen, denn schließlich gibt es auch hier jede Menge
klasse Songs (z.B. der Rocker "Ask The Angels", die Pianoballade(?)
"Pissing In The River", "Poppies" und das 12minütige
"Abyssina") und die Band spielt wirklich gut (Lenny Kaye,
Ivan Kral, J.D. Daugherty und Richard Sohl). Natürlich
nicht "gut" im Sinne von "virtuos", sondern mit einer
beeindruckenden Intensität und Teamleistung - eben "Rock'n'Roll"
wie er sein sollte!
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| Alkatraz: "Doing A Moonlight" (United Artists, Nov. 1976) |
Eine der letzten schönen Hippie-Rockplatten, bevor alles vom Punk
weggefegt wurde. Klingt alles sehr nach meiner walisischen Lieblingsband
Man, was unter anderem daran liegt, dass Sänger und Gitarrist
Will Youatt als Sänger und Bassist bei zwei der schönsten
Man-Alben mit dabei war: "Be Good
To Yourself, At Least Once A Day" von 1972 und "Back
Into The Future" von 1973. Auch die Rhythmusgruppe (Drummer Stuart
Halliday und Bassist Jeff Singer) hat den gleichen Anschlag
wie Terry Williams und Martin Ace von Man drauf. Die Intro
von "Zen Cookies" zitiert ganz ungeniert den Man-Klassiker "Bananas"
und der Rhythmus ist mehrmals ganz deutlich als Man-Shuffle (denkt an
"Romain" oder "Life On The Road") zu identifizieren.
Als Gastkeyboarder hört man - überraschung! - Ex-Man
Clive John. Gesamturteil: ein Muss für Man-Fans, aber kein bloßes Plagiat, sondern eher gemeinsame walisische Wurzeln. Vom Chorgesang her vielleicht sogar einen "Tacken" besser als das "Original".
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| Jackson Browne: "The Pretender" (Elektra/Asylum, Nov. 1976) |
Damals das erste Jackson Browne-Album, dass ich nicht auf Anhieb mochte
- aber inzwischen weiß ich es doch zu schätzen!(27.04.2013)
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| Tom Petty & The Heartbreakers (Shelter, Nov. 1976) |
Das gelungene Debüt. Ich bin kein besonderer Petty-Fan, fand aber die
Energie dieser ersten Platte immer sehr überzeugend.
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| Ougenweide: "Eulenspiegel" (Polydor, Dez. 1976) |
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| Amazing Rhythm Aces: "Too Stuffed To Jump" (ABC, 1976) |
Auch auf ihrem zweiten Album bringen die "erstaunlichen Rhythmus
Asse" wieder ihre tolle Mischung aus Rock, Rhythm'n'Blues und Country.
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| "American Flyer" (United Artists, 1976) |
Eine interessante, aber völlig unbekannt gebliebene Formation aus dieser
Zeit! Singer/Songwriter-Countryrock im Fahrwasser von Crosby, Stills,
Nash & Young, aber aufgrund der hohen Qualität der beteiligten
Musiker auf jeden Fall eine interessante Fußnote in der Rock-Historie.
Craig Fuller war mal bei den Countryrockern Pure Prairie League,
aus deren Reihen ürigenz auch Vince Gill stammt, und hat in
den 80ern bei den reformierten Little
Feat den Platz von Lowell George eingenommen. Eric Kaz
ist ein Singer/Songwriter, der immerhin einige hochklassige Songs für
Linda Ronstadt und Bonnie Raitt verfasst hat. Das für
Bonnie Raitt geschriebene "Love Has No Pride" (vom Album
"Give It Up") wird hier sogar in einer eigenen Version gebracht.
Steve Katz war sogar Gründungsmitglied von zwei legendären Bands
(The Blues Project und Blood,
Sweat & Tears) und produzierte Lou Reed's erfolgreiches
Livealbum "Rock'n'Roll Animal". Doug Yule war der (von
orthodoxen Fans geschmähte) Nachfolger von John Cale bei den
Velvet Underground. Alle vier singen,
spielen Gitarre und Keyboards und werden von einer illustren Gästeschar
unterstützt, u. a.: Larry Carlton, Rusty Young, Leland
Sklar, Joe Sample und Ernie Watts. Produziert hat niemand
Geringerer als Sir George Martin. Die Band trat, soweit ich weiß,
nie live auf und flog nach 2 Alben aus ihrem Plattenvertrag wieder raus.
c'est la vie! |
| "Peter Bursch und die Bröselmaschine" (Intercord/Xenophon, 1976) |
Gefunden in der Grabbelkiste!(17.12.2006) |
| Gary Burton Quintet: "Dreams So Real" (ECM, 1976) |
Mit Neuzugang Pat Metheny, der hier zusammen
mit seinem ehemaligen Gitarrenlehrer Mick
Goodrick einen wunderbaren Gitarrenklangteppich webt, wurde aus dem
Gary Burton Quartett ein Quintett. Alle Kompositionen stammen
von Carla Bley.
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| Harry Chapin: "On The Road To Kingdom Come" (Elektra, 1976) |
Einer der besten amerikanischen Geschichtenerzähler und leider viel
zu früh verstorben. Er hatte damals einen Rockpalastauftritt, der
mich sehr beiendruckt hatte.
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| Commander Cody & His Lost Planet Airmen: "We've Got A Live One Out Here!" (Warner, 1976) |
Der Schwanengesang der besten Hippie-Country-Rock'n'Roll-Band aller Zeiten, live in Europa mitgeschnitten.
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| The James Cotton Band: "Live & On The Move" (Buddah, 1976) |
Eine der fetzigsten Bluesalben, das ich kenne: Mundharmonikahexer James
Cotton aus Chicago auf dem Zenit seines Könnens mit einer fantastischen
Band, in der u. a. Matt "Guitar" Murphy (der faule Ehemann
von Aretha Franklin im Blues-Brothers Film!) und Allen Toussaint
spielen. Das Cover ist natürlich ziemlich blöd und wirkt billig,
so wie auf den damals verbreiteten Ramschplatten vom Europa-Label,
wo unbekannte Studiomucker die Hits anderer Leute nachspielten und die
nur 5 DM kosteten. Außerdem hatte Buddah den Konzertmitschnitt damals
auf zwei Einzelplatten (Vol.1 und Vol.2) veröffentlicht. Ärgerlich
fand ich damals vor allem, dass ich ziemlich lange brauchte, um mir "Volume
2" zu besorgen, nachdem ich von "Volume 1" schon eine ganze
Zeit angefixt war. Ich gehe mal davon aus, dass Mr. Cotton damals nicht
viel zu sagen hatte ...(10.09.2007)
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| Miles Davis: "Water Babies" (Columbia, 1976) |
"Water Babies" gilt zwar in sog. "Fachkreisen" eher als schwächeres
Album des Meisters, aber immerhin ist es das erste, was ich mir damals
von ihm gekauft habe. Soweit ich mich erinnere ca. 1979 oder 1980 auf
der Urlaubs-Rückreise aus der Schweiz, und zwar in Trier, in einem
kleinen Plattenladen, als Sonderangebot. Damals kaum gehört weiß
ich es inzwischen aber sehr zu schätzen.Die Platte ist zwar von '76, mitten aus Miles damaliger Auszeit, enthält aber Aufnahmen von zwei Sessions vom Juni '67 (mit dem klassischen Quintett: Wayne Shorter, Herbie Hancock, Tony Williams und Ron Carter) und November '68 (mit beginnender Elektrifizierung: Hancock und Neuzugang Chick Corea an den E-Pianos, Dave Holland als Ersatz für Carter) und stellt damit das Bindeglied zwischen dem alten, "akustischen" Miles ("Nefertiti") und dem neuen, "elektrischen" Miles ("In A Silent Way") dar. Eigentlich doch eine schöne Platte. |
| Waylon Jennings, Willie Nelson, Jessi Colter, Tompall Glaser: "Wanted! The Outlaws" (RCA, 1976) |
Waylon & Willie hielten zusammen mit Jessi Colter (Waylons Gattin) und Tompall Glaser diese gelungene Session ab. "Outlaw"-Country at it's best!
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| Flora Purim: "Open Your Eyes, You Can Fly" (Milestone, 1976) |
Gefunden in der Grabbelkiste!(28.02.2010)
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| MaxRomeo: "War Ina Babylon" (Island, 1976) |
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| The Rowans: "Sibbling Rivalry" (Elektra/Asylum, 1976) |
Lost & Found(27.04.2015)
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| Otis Rush: "Right Place, Wrong Time" (Bullfrog, 1976) |
Peter Rowan hat in den letzten Jahrzehnten (!) ja zahlreiche Solo- und Bandprojekte gehabt, die von mir ja auch oft genug gewürdigt wurden (z.B. Earth Opera mit David Grisman oder Old And In The Way mit Grisman und Jerry Garcia), stilistisch meistens im Bluesgrass-Genre angesiedelt. Zusammen mit seinen Brüdern Lorin und Chris hat er in den 70ern auch drei eher im Mainstream verankerte Alben aufgenommen. Zumindest hat wohl die große Plattenfirma gehofft, hier ein paar neue Spieler im Eagles-Marktsegment zu haben. Dass das nicht geklappt hat liegt nicht an der Qualität dieser Alben - oder vielleicht doch: die Rowan-Brüder sind einfach zu gut für den Mainstream.
(2015-04-27)
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| John David Souther: "Black Rose" (Elektra, 1976) |
Eigentlich kennt man ihn nur als Songschreiber für Linda Ronstadt
und die Eagles, aber er hat auch einige wenige und schöne eigene Platten gemacht.
Perfekter Westcoast-Pop (mit David Crosby, Linda Ronstadt,
Lowell George, Andrew Gold, Joe Walsh, Jim Keltner,
Glenn Frey, Art Garfunkel, Waddy Wachtel u.v.a.)
mit ein paar jazzigen Farbtupfern von Stanley Clarke (Kontrabass)
und Donald Byrd (Flügelhorn) |
| Collin Walcott: "Cloud Dance" (ECM, 1976) |
Collin Walcott war (er ist leider vor einigen Jahren in der DDR
mit dem Auto tödlich verunglückt!) und ist für mich auch
heute noch der einzige europäische bzw. US-amerikanische Musiker,
der sich je ernsthaft, erfolgreich und hauptsächlich mit den indischen
Instrumenten Sitar und Tabla auseinandergesetzt hat. Zuerst Ende der 60er
mit Klarinettist Tony Scott und dann in der Band "Winter
Consort" vom Sopransaxofonisten Paul Winter aktiv und
danach und bis zu seinem Tode (welches Jahr weiß ich leider nicht) mit
Ralph Towner, Glen Moore und Paul McCandless als
Oregon erfolgreich, veröffentlichte
er auf dem deutschen Jazz-Kultlabel ECM mehrere Projektalben, z.B.
unter dem Namen Codona mit Don
Cherry und Nana Vasconcelos, aber auch sehr schöne Soloalben.
Auf "Cloud Dance" hatte er eine wunderbare Band um sich geschart:
Gitarrist John Abercrombie, Bassist Dave Holland und Trommler
Jack DeJohnette. |
| Kenny Wheeler: "Gnu High" (ECM, 1976) |
Das erste Album des Kanadiers für das ECM-Label: Wheeler nur am
Flügelhorn und im Quartett mit den allerbesten Kollegen: Dave Holland
am Bass, Jack DeJohnette am Schlagzeug und Keith Jarrett
am Piano. Letzterer liefert hier als ungewöhnlich zurückhaltender Begleiter
eine seiner aus meiner Sicht allerbesten Leistungen überhaupt ab. Perfekte
ECM-Musik.(09.04.2009)
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